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Wasser wirkt

So der Titel des Unicef-Aktionstages gestern am Landrat-Lucas-Gymnasium in Opladen. Insgesamt haben sich 10 Schulen an der Projektwoche beteiligt, gestern war die Präsentation der Ergebnisse in der Aula der Schule. Vor Beginn konnten sich die Schülerinnen und Schüler im Foyer die verschiedenen Ergebnisse der anderen Klassen ansehen sowie sich an Infoständen, wie z. B. dem der Fa. Currenta, informieren und auch einige Dinge ausprobieren.

Die Schirmherrin Ulrike Nasse-Meyfarth, zweimalige Olympiasiegerim im Hochsprung, begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einmal etwas anders, nämlich wie es sich für eine Schirmherrin gehört: MIT Schirm! Danach begann die Präsentation, bei der ein Aktionstheater der Schülerinnen und Schüler aus dem LLG ebenso dabei war, wie Lieder zum Thema Wasser und die Vorstellung der wandelnden Litfaßsäulen, die ebenfalls vor Beginn im Foyer wandelten. Jede Litfaßsäule behandelte ein anderes Land und dessen Problematik in Bezug auf Wasser.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Herr Adomat, Schuldezernent in Leverkusen, Frau Bornemann vom Fachbereich Abwasser des Wupperverbandes, Frau Leyendecker von der Unicef Deutschland, Herr Bornewasser von der Firma Currenta sowie zwei - von Herrn Adomat spontan eingeladene - Klimabotschafter einer teilnehmenden Schule teil, die uns an ihrem Expertenwissen teilhaben ließen. Für alle, die mit dem Titel Schuldezernent nichts anfangen konnten, fand Herr Adomat auch gleich eine gute Erklärung: "Wenn der Oberbürgermeister der Bundeskanzler wäre, dann wäre ich der Schulminister", so seine Ausführung, die bei den Kindern gut ankam.

 

Schön an dieser Podiumsdiskussion war, dass die Schülerinnen und Schüler Fragen stellen konnten, die dann auch direkt von der "zuständigen Stelle" beantwortet wurden. Zur Frage, wo man selbst schon anfangen könnte Wasser zu sparen, gab es von den kleinen Experten auf dem Podium zwei interessante Vorschläge. Zum einen sollte man beim Zähneputzen, die Zahnbürste nur mal kurz nass machen und während man sich die Zähne putzt, dann den Wasserhahn abdrehen. Der zweite Vorschlag, der sich wohl nicht bei jedem durchsetzen wird, war, dass man sich richtig rund futtern könnte und man so beim Baden ja weniger Wasser bräuchte, weil die Wanne dann ja schneller voll wäre.

Erstaunen löste mein Beitrag zum Thema "Wasserfußabdruck" aus. Ein Wasserfußabdruck ist die Wassermenge, die insgesamt von den Einwohnern eines Landes beansprucht wird und beschreibt die Nutzung der Wasservorkommen für die Produktion von landwirtschaftlichen und industriellen Gütern für den eigenen Konsum sowie die häusliche Verwendung von Wasser. So verbraucht z. B. eine Jeans in der Produktion insgesamt 6.000 Liter Wasser, eine Menge, über die man sich so gar keine Gedanken macht.

Gegen Ende der Podiumsdiskussion, die mit etwas Verspätung anfing, musste ich allerdings leider zu einer Ausschusssitzung nach Düsseldorf. Ich bedanken mich an dieser Stelle allerdings bei Frau Fassbender und Herrn Weber, die mich zu dieser sehr interessanten Veranstaltung eingeladen haben und sich wirklich viel Mühe damit gegeben haben. Außerdem möchte ich mich auch nochmal bei den Kindern bedanken - ohne sie hätte es diesen tollen Aktionstag, der hoffentlich nicht nur mich zum Nachdenken gebracht hat, nicht gegeben.